Landschaftserhaltungsverband

Landkreis Böblingen e.V.

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DAS REBHUHN

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DAS REBHUHN

 Rebhühner haben ein braungraues Gefieder. Der Kopf ist rostbraun gefärbt und auf der Brust haben sie einen hufeisenförmigen Fleck. Das ausgewachsene Rebhuhn kann bis zu 30 Zentimeter groß werden und sie wiegen zwischen 290 bis 470 Gramm. 

 Rebhühner bewohnen die offene Feldflur und ernähren sich von Wildkräutern, Sämereien und Ernteresten. Da die Küken zu Beginn ihres Lebens viel tierisches Eiweiß benötigen, sind Ameisenlarven, Spinnen, Käfer und andere Insekten ihre Nahrungsgrundlage. Die Rebhühner bilden schon zwischen Februar und März Paare. Die Eier legen sie zwischen April und Mai in einer Mulde am Boden, welche die Henne schart. Von Mai bis Ende August finden die Brut und die Jungenaufzucht statt. Die Küken schlüpfen zwischen Juli und August. Zum Herbst schließen sich die Rebhühner zu Familienverbünden zusammen, den sogenannten „Ketten“, und überwintern zusammen.  

 Das Rebhuhn benötigt offene sowie strukturreiche Ackerlandschaft mit einem hohen Getreideanteil. Es benötigt Nutzungsvielfalt in der Landschaft, Brachen, Ackerwildkrautfluren, grasige Raine und niedrige Gestrüppe und Gebüsche. Dagegen sollten sich hohe Strukturen mindestens 100 bis 150 Meter entfernt befinden, da sich in diesen die für die Rebhühner gefährlichen Feinde verstecken, wie Füchse, Greifvögel, freilaufende Hunden und Katzen, die es so nicht rechtzeig entdeckt. Die Flächen mit den Maßnahmen für das Rebhuhn sollten mindestens 12 Meter breit sein und nicht an stark frequentierten Wegen liegen, da Rebhühner Ruhe brauchen. Sollten sie gestört werden kann es im Brutzeitraum zur Aufgabe der Brut kommen. Straßen und Siedlungen sollten mindestens 50 Meter entfernt sein und bestenfalls sollten sich mehrere Maßnahmenflächen in unmittelbarer Nachbarschaft befinden.