LANDSCHAFTSPFLEGE FÖRDERUNG

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Förderung für Landschaftspflege – Machen Sie mit

Sie betreiben selbst Landschaftspflege oder besitzen Flächen, die gepflegt werden sollen? Wir beraten Sie gerne. Pflegearbeiten werden i.d.R. von Landwirtschaftsbetrieben, Maschinenringen, Unternehmen oder Vereinen als Auftragsarbeit bzw. auf Grundlage von Vertragsnaturschutz ausgeführt. Wir unterstützen und beraten Sie bei der Beantragung von Fördergeldern über die Landschaftspflegerichtlinie (LPR) oder aus anderen Förderprogrammen.

Über eine Mitgliedschaft im LEV Landkreises Böblingen e.V. können Sie unsere Ziele unterstützen.

LPR A: Extensive Bewirtschaftung mit Vertragsnaturschutz

 

Im Vertragsnaturschutz verpflichten sich Landwirtschaftsbetriebe, Schaf- und Ziegenhalter/-innen, bestimmte Flächen unter "naturschonenden" Auflagen für 5 Jahre zu bewirtschaften. Dazu gehört etwa:

  • zweischürige Mahd mit stehen lassen von Altgrasstreifen zum Insektenschutz 

  • Beweidung mit Schafen und Ziegen von Magerrasen und Wacholderheiden

  • Pflege von Feuchtwiesen mit angepassten Mahdzeitpunkten für Ameisen-Bläulinge

  • Ackerextensivierung zur Förderung von Ackerwildkräuter

  • Verzicht auf Dünger

  • Einsatz tierschonenden Balkenmäher (Finger-/Doppelmesserbalken)

 

Für den Arbeitsaufwand der Pflege bzw. für den Ertragsausfall durch eine Extensivierung bekommen sie finanzielle Ausgleichsleistungen. Die Vergütung erfolgt i. d. R. über die Landschaftspflegerichtlinie des Landes (LPR Teil A) oder über FAKT. Die Sätze der LPR variieren dabei je nach Auflagen, Aufwand, Geräteeinsatz und Anteil der Handarbeit etwa zwischen 250 € und 1.500 €/ ha. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist dabei nicht erlaubt.

 

Der LEV begutachtet gemeinsam mit den Bewirtschaftern die naturschutzrelevanten Flächen, entwickelt langfristige Pflegekonzepte und bereitet LPR-Verträge unterschriftsreif vor. Mit Vertragsnaturschutz können einige Betriebe einen wichtigen Teil ihres Einkommens erwirtschaften.

LPR B: Erstpflege, Biotopentwicklung und spezielle Artenschutzmaßnahmen

 

Um Biotope zu erhalten oder zu entwickeln sind meist einmalige Pflegearbeiten notwendig, die im Laufe eines Jahres abgeschlossen werden. Landschaftspflegebetriebe, Naturschutzvereine, Gemeinden aber auch Privatpersonen werden hier u. a. aktiv. Alljährlich werden Maßnahmen gefördert, wie z. B.:

  • Hecken pflegen durch abschnittsweises auf den Stock setzen

  • Entbuschung von Kalkmagerrasen

  • Anlegen von Lebensräumen für Populationen gefährdeter Arten

  • Amphibienzäune errichten

  • Orchideenstandorte pflegen

 

Die Aufträge werden jährlich durch das Landratsamt (UNB) oder das Regierungspräsidium über Direktaufträge vergeben und nach gültigen Maschinenringsätzen im Rahmen der Landschaftspflegerichtlinie (LPR Teil B) vergütet.

 

Streuobst: Förderung für Pflegeschnitte von Obstbaumhochstämmen

 

Obstbäume und Obstwiesen prägen das Bild der traditionellen Kulturlandschaft. Sie sind ökologisch wichtige Lebensräume für eine Vielzahl an Arten. Sie gliedern, bereichern und verschönern das Landschaftsbild. Jedoch benötigen Streuobstbäume regelmäßige Pflegeschnitte, um lange vital zu bleiben.

 

Das Land fördert seit 2015 die Pflege von Streuobstbäumen mit mindestens 1,4 m Stammhöhe über Sammelanträge mit mindestens 100 Streuobstbäumen je Antrag. Für Sammelanträge aus dem Landkreis Böblingen ist das Regierungspräsidium Stuttgart zuständig. In 2020 ist die zweite Förderperiode angelaufen, die 5 Jahre lang geht. Es konnten dafür bis 15. Juli 2020 Anträge von Gruppen aus Privatpersonen, Vereine, Verbände, obstverarbeitenden Betrieben sowie Kommunen gestellt werden. Der LEV hat drei Sammelanträge gestellt, die knapp 90 Einzelpersonen eine Teilnahme am Förderprogamm ermöglichen.

Mehr dazu im BW Streuobst Infoportal

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