Landschaftserhaltungsverband

Landkreis Böblingen e.V.

Parkstraße 16

71034 Böblingen

Tel. 07031-663 2385

Fax. 07031-663 2338

PROJEKTE

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Rebhuhn-Schutzprojekt im Oberen Gäu

Das Rebhuhn-Projekt im Landkreis Böblingen wurde Ende 2015 von engagierten Jägern, Landwirten, Naturschützern und den vier Kommunen des Gemeindeverwaltungsverbands „Oberes Gäu“ - Bondorf, Jettingen, Mötzingen und Gäufelden ins Leben gerufen. Der Grund für die Initiative ist der Rückgang des einst in ganz Europa heimischen Rebhuhns. Inzwischen ist der Feldvogel nicht nur in Baden-Württemberg, sondern in ganz Deutschlang hochgradig gefährdet.

Projektkoordinator ist der LEV Böblingen. In einem ersten Schritt wurde erfasst, wie viele Rehühner es im Projektgebiet noch gibt und welche Biotope genutzt werden. Es wurden rund 40 balzende Hähne gezählt, was auf ebenso viele Brutpaare schließen lässt. Die Erstellung des Erst-Gutachtens wurde über die beiden Förderprogramme LEADER Heckengäu und PLENUM Heckengäu gefördert.

Um den Bestand anzuheben, werden aktuell an den Rändern einiger Felder besondere Blühmischungen eingesät, die dem Rebhuhn zur Nahrungssuche sowie als Brut- Rückzugsort dienen. Aber auch andere Tiere profitieren von diesen Maßnahmen. Feldhasen, Insekten und viele andere Arten erhalten Schutz und Nahrung. Und der Mensch erfreut sich an den blühenden Ackerrändern und der Artenvielfalt in der Natur. 

Weitere Informationen finden Sie hier: REBHUHN PROJEKT

Mit dem Fotowettbewerb zum Thema Lebensraum Wiese wollte der LEV Böblingen den Menschen ins Bewusstsein bringen, welchen herrlichen Schatz unsere Wiesen darstellen und wie schön sie sind. Und das gilt für alle Arten, egal ob viele Blumen darin wachsen, ob es eine Streuobstwiese ist oder vielleicht auch eine magere Wiese, umschlossen von Schlehenriegeln.  Voraussetzung für die Teilnahme war, dass die fotografierte Wiese im Landkreis Böblingen liegt.

Wer macht das schönste Wiesen-Foto?

1. Platz

2. Platz

3. Platz

Wiesenmeisterschaft

Im Jahr 2014 hat der LEV Böblingen erstmals zu einer Wiesenmeisterschaft aufgerufen, um auf die veränderten Rahmenbedingungen in der Landwirtschaft aufmerksam zu machen. Viele heimische Wiesenblumen haben nicht mehr die nötige Zeit, um zu blühen. Private Wiesenbesitzer können die Wiese nicht lange genug stehen lassen, weil die geeigneten Maschinen fehlen, um das hohe Gras dann noch mähen zu können. Die Wiesenblumen sind aber nicht nur ein herrlicher Anblick für den Mensch, sondern auch Nahrung für viele Lebewesen. Viele Insekten sind heute, ebenso wie viele Wiesenblumen, vom Aussterben bedroht. Eine Möglichkeit wäre, wenn sich private Wiesenbesitzer an einen Landwirt wenden, damit dieser eine Wiese zwei Mal im Jahr mähen oder mit seinen Tieren extensiv beweiden könnte. Das wäre ein wertvoller Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt.

Landschaftspflegetag

Gemeinsam mit dem Umweltnetzwerk des Unternehmens HP und dem NABU-Bezirksverband Gäu-Nordschwarzwald hat der Landschaftserhaltungsverband Böblingen einen großen Landschaftspflegetag in Weil der Stadt ausgerichtet. Es wurden mehrere Bereiche der Heckenzüge „auf den Stock“ gesetzt, das bedeutet sie werden knapp über dem Boden abgesägt und abgeräumt. Die Gehölze treiben in den kommenden Jahren wieder neu aus und es entsteht eine junge und lichte Hecke. Hecken bilden einen wertvollen Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, verhindern Erosion, wirken sich positiv auf den Wasserhaushalt, auf Nützlinge und auch das Klima aus. Doch wenn sie nicht genutzt wird, überaltert die Hecke und verliert ihre positiven Eigenschaften.