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INSEKTENFREUNDLICHE KOMMUNE 

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Landkreisweites Projekt 
Gemeinsam gegen den Insektenrückgang

Hintergrund

Sowohl die Anzahl an Arten, als auch die Anzahl an Individuen der Insekten geht seit Jahren in vielen Regionen stark zurück. Mehr zu den Gründen für den Insektenrückgang und zur Filmserie "Worauf Insekten wirklich fliegen – Willi trifft Wiesenmacher und Wildbienenschützer" der Initiative NATÜRLICH BAYERN finden Sie hier: Zur Unterseite "Schutz von Insekten" (www.levbb.de/schutz-von-insekten). 

Seit Frühjahr 2020 werden im ganzen Landkreis Böblingen zahlreiche Maßnahmen zum Insektenschutz angeboten (Rückblick auf Maßnahmen: "Insektenfreundliche Kommune" seit 2020). Das Projekt ist inzwischen Teil der Biodiversitätsstrategie im Landkreis Böblingen - Biodiversitätsstrategie (lrabb.de).

Der Siedlungsraum bietet mit seinen Grünflächen, Hausgärten und Balkonen viel Potenzial, die heimische Insektenwelt zu unterstützen.  Der LEV Böblingen hat in den vergangenen Jahren gemeinsam mit den Gemeinden im Landkreis viel unternommen, um dieses Potenzial gezielt zu nutzen. Über das Projekt „Insektenfreundliche Kommunen“ wurden neue Lebensräume und Nahrungsressourcen für Insekten geschaffen. Außerdem wurde in Umweltbildung sowie Öffentlichkeitsarbeit dafür geworden, Insektenschutz als eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft anzusehen. Mit dem Projekt soll gezeigt werden, dass jede und jeder dazu beitragen kann, die heimische Artenvielfalt zu fördern.

Einen guten Überblick über sinnvolle Maßnahmen im eigenen Garten, liefert die Seite der Deutschen Wildtierstiftung.

  • Flyer zum Projekt "Insektenfreundliche Kommune":

Was Sie als Privatperson, Unternehmen oder Kommune für Insekten tun können >> (PDF ca. 1 MB)

Logo ohne Hintergrund mit grüner Schrift
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Kostenlose Umweltbildung für Kindertagesstätten    Anmeldezeitraum für das Jahr 2026 ist vorbei

Liebe Teams der KiTas im Landkreis Böblingen,

vielen Dank für Ihre zahlreichen Anmeldungen und Ihr großes Interesse an den Umweltbildungseinheiten zum Thema (Wild-)Bienen im Jahr 2026. 

 

Für das Jahr 2026 sind nun alle Einheiten ausgebucht. Wir wünschen Ihnen ein blumenbuntes und fröhliches KiTa-Jahr.

Fun Facts zum Beet am LRA

Sie wollen mehr (Fun-)Facts zu unserem vorbildlich unordentlichen Beet am Landratsamt Böblingen?

 Gerne!

In der ausgesäten Blühmischung sind verschiedene heimische Pflanzenarten enthalten. Das sieht schön bunt und vielfältig aus und verschiedene Blüten locken auch verschiedene Wildbienen und andere Insektenarten an. Manche Insekten haben sich sogar auf ein paar wenige heimische Blumen spezialisiert und verschwinden, wenn diese bestimmten Blumen hier nicht mehr blühen. Machen Sie mit! Unterstützen Sie unsere heimischen Insekten mit einer Vielfalt an verschiedenen heimischen Blumen in Ihrem Garten.

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​Ein Beispiel ist die Gewöhnliche Löcherbiene. Wie viele Wildbienen können sie sich nur von einigen ausgewählten Pflanzen ernähren. Die Gewöhnliche Löcherbiene ist auf Korbblütler wie die Kornblume angewiesen.

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In unserem Beet wurde eine heimische Glockenblume, die Rapunzel-Glockenblume (Campanula rapunculus), ausgesät. Diese verträgt auch  nährstoffreiche Böden und wird gern von sechs Wildbienenarten besucht, darunter auch die Kleine Glockenblumen-Scherenbiene. Tipp: Die Blüten können Sie als essbare Dekoration auf Ihrem Teller verwenden.

Alternative: Holen Sie die Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia) in Ihren (Stein-) Garten, sie braucht nährstoffarme Böden. Diese wird von ca. 12 Wildbienenarten als Futterquelle genutzt, aber auch viele Schmetterlingsarten, wie die Saudistel-Steineule (Antitype chi), nutzen sie als Raupenfutter.

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Ein wahrer Magnet für Wildbienen ist der Gewöhnliche Natternkopf (Echium vulgare). Fun fact: diese Pflanze gehört zu den wenigen heimischen Pflanzen, deren Pollen blau sind. Als lohnt sich ein genauer Blick auf die Pollenhöschen der Bienen – sind sie graublau, hat diese Biene mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit gerade Pollen vom Natternkopf gesammelt.

Auch die Wilde Malve mit ihren schönen Blüten wurde in unserem Beet ausgesät und eignet sich hervorragend für Ihren Garten. Besonders für Hummeln, aber auch andere Bestäuber, ist die Wilde Malve (Malva sylvestris), eine wichtige Futterquelle. So auch für die Erdhummel. Diese nistet übrigens, wie ca. 2/3 aller heimischen Wildbienenarten, im Boden. Ein Nest kann bis zu 600 Tiere beherbergen. Offenbodenstellen sind daher von großem Wert für unsere wilden Bestäuber.

Mit etwas Glück gedeihen auch die Mehlige Königskerze (Verbascum lychnitis) und die Kleinblütige Königskerze (Verbascum thapsus) im vorbildlich unordentlichen Beet. Die locken die pummelige und faszinierend zu beobachtende Garten-Wollbiene an. Während die Männchen dieser Bienenart aggressiv alle Konkurrenten vertreiben und nur Weibchen in ihrem Revier willkommen heißen, sind die Weibchen sehr friedlich. Sie sind mit dem Sammeln von Nektar, Pollen sowie Pflanzenhaaren beschäftigt. Mit den Haaren polstern sie ihr Nest aus, das sie in Erdlöchern, Felsspalten usw. bauen. Hier wächst ihr Nachwuchs heran. Wer stark behaarte Pflanzen, wie Ziest, in seinem Garten hat und dazu noch offene Bodenstellen oder Trockenmauern, kann diese Bienenart sicher bald beobachten.

Bild von esiuL auf Pixabay

Eine weitere kleine aber bemerkenswerte Blume wurde in diesem Beet gesät. Das Acker-Veilchen (Viola arvensis). Die Raupen des Kleinen Perlmutterfalters oder Perlmuttfalters fressen ausschließlich Veilchen und dabei besonders gerne das Acker-Veilchen.

Bild von Frauke Riether auf Pixabay

Das Beispiel des Aurorafalters zeigt, wie wichtig es ist, die verblühten Blumen nicht zu schneiden. Die Puppe des Aurorafalters überwintert nämlich gut getarnt an Pflanzenstängeln oder dünnen Ästen. Durch das Stehenlassen von verblühten Pflanzen über den Winter bieten wir dieser und vielen weiteren Arten ein lebenswichtiges Winterquartier.

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